Pulver­beschichtung
Nachhaltige Oberflächenveredelung

Pulver­beschichtung

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So funktioniert die Pulverbeschichtung

So funktioniert die Pulverbeschichtung

Von der Reinigung über die Beschichtung bis zum Einbrennen: Wir geben Ihnen einen Einblick in unsere unterschiedlichen Pulverbeschichtungsanlagen und Prozesse.

Verlassen Sie sich bei der Pulverlackbeschichtung auf handfeste Praxis-Erfahrung und Prozesse, die ohne Umwege funktionieren. Wir wissen genau, dass eine extrem widerstandsfähige, feste Lackschicht nur durch die kompromisslose Vorbereitung der leitfähigen Oberflächen entsteht. Das Pulver wird bei uns präzise elektrostatisch aufgetragen – ob hocheffizient maschinell in der Serie oder mit manueller Sorgfalt für spezifische Werkstückareale. Auch große und schwere Teile mit bis zu 8,5 Metern Länge und drei Tonnen Gewicht schleusen wir routiniert durch unsere modernen Anlagen, bis sich die Schicht beim Einbrennen unter hohen Temperaturen unlösbar mit Ihrem Bauteil vernetzt. Am Ende zählt für uns die Qualität, denn unsere Philosophie ist stets: Der Kunde kommt für das nächste Projekt wieder, nicht das Produkt.

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P+F Oberflächentechnik

Was ist eine Pulverbeschichtung?

Pulverbeschichtung: Farbe, die für Sie durchs Feuer geht.

Wir wissen, worauf es bei Ihren Konstruktionen am Ende ankommt: Ein Finish, das nicht nur optisch makellos aussieht, sondern im rauen Praxisalltag extremen mechanischen Belastungen standhält. Genau deshalb ist die Pulverbeschichtung in den meisten Projekten die wirtschaftlichste und sicherste Entscheidung für einen langlebigen Schutz.

Der physikalische Prozess dahinter ist gezielt auf maximale Widerstandsfähigkeit ausgelegt. Wir nutzen die elektrostatische Aufladung, um den Pulverlack absolut gleichmäßig und tropfenfrei auf Ihren elektrisch leitfähigen Werkstücken aufzutragen. Anschließend geht es für die Bauteile sprichwörtlich durchs Feuer. Im Ofen vernetzen sich die Partikel bei 140 bis 180 °C zu einer hochfesten, geschlossenen Lackschicht. Dieser Schritt garantiert Ihnen eine enorme Kratzfestigkeit und einen verlässlichen Korrosionsschutz bis zur anspruchsvollen Klasse C5 – völlig unabhängig davon, ob wir Stahl, Edelstahl, Aluminium oder andere Fe- und NFe-Metalle für Sie verarbeiten.

Bei P+F Oberflächentechnik greifen wir auf jahrzehntelange Werkstatt-Erfahrung für anspruchsvolle Branchen wie den Maschinenbau, die Bahntechnik, den Ladenbau und die Industrie zurück. Dabei steuern wir filigrane Kleinteile mit exakt der gleichen Präzision durch unsere Anlagen wie massive Großkonstruktionen.

Da unliebsame Überraschungen oder Nacharbeiten Ihr Projektbudget gefährden, setzen wir am Standort Lage/Lippe auf kompromisslose Prozesssicherheit. Unsere Abläufe erfüllen strikt die harten Vorgaben der Qualitätsgemeinschaft Industriebeschichtung (QIB). Jedes fertige Bauteil durchläuft nach der Beschichtung eine konsequente ine Werker-Qualitätssicherung, die wir bei komplexen Anforderungen direkt durch Sonderprüfungen in unserem eigenen Labor untermauern. So erhalten Sie von uns verlässlich ein absolut reproduzierbares Ergebnis, auf das Sie Ihre weitere Fertigung sicher aufbauen können.

Ganz gleich, ob Stahl, Edelstahl, Aluminium oder andere Fe-/NFe-Metalle – wir finden die ideale Lösung zur Pulverbeschichtung.

Hohe Qualitätsstandards bei Ihrer Pulverbeschichtung

Icon Zertifizierte Qualität

Zertifizierte Qualität nach QIB

Unsere Verfahren erfüllen die strengen Vorgaben der Qualitätsgemeinschaft Industriebeschichtung (QIB) – inklusive regelmäßiger Prüfungen von Mustern im Labor.

Icon Maximal präzise Fertigung

Maximal präzise Fertigung

Für eine gleichbleibend hohe Qualität und reproduzierbare Ergebnisse werden sämtliche Beschichtungsprozesse und Produktionsschritte sorgfältig dokumentiert.

Icon Risikoarme Prozesse

Risikoarme Prozesse ohne Kostenrisiken

Eine sorgfältige Vorbehandlung und Kontrolle vor der Beschichtung verhindern Fehlbeschichtungen der Werkstücke und damit verbundene Kostenrisiken.

Icon Fachkompetenz aus Erfahrung

Fachkompetenz aus Erfahrung

Profitieren Sie von jahrzehntelanger Expertise in der Oberflächentechnik – von der Beratung bis zum fertig beschichteten Bauteil.

Wie funktioniert die Pulverbeschichtung?

Bei der im Volksmund oftmals auch als Kunststoffbeschichtung bezeichneten Pulverbeschichtung handelt es sich nicht um ein Verfahren, bei dem lediglich ein Pulver aus Kunststoff aufgetragen wird, sondern um ein komplexes Beschichtungsverfahren. Die Pulverbeschichtung ist ein wirtschaftlich einsetzbares und lösemittelfreies Beschichtungsverfahren, aus dem eine physikalisch sehr stabile Lackschicht resultiert, die gerade in der Industrie immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Die Pulverbeschichtung erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten:

Icon elektrostatischer Auftrag des Pulvers

1. Elektrostatischer Auftrag des Pulvers

Das Pulver wird elektrostatisch aufgeladen und auf der Oberfläche des Werkstoffs aufgebracht. Durch diese Aufladung verteilen sich die feinen Partikel des Pulverlacks in einer gleichmäßigen Schicht auf dem geerdeten Werkstück.

Der Auftrag geschieht mittels einer Beschichtungspistole, in der das Pulver statisch aufgeladen und mit dem Pulverausstoß gleichmäßig auf dem Bauteil (Substrat) verteilt wird.

Icon Zusammensetzung des Pulverlacks

2. Zusammensetzung des Pulverlacks

Der Pulverlack besteht aus

  • einem Bindemittel, zusammengesetzt aus Kunstharz (Epoxid-, Acrylat-, Polyurethan- oder Polyesterharz) und einem Härter,

  • Farbpigmenten und

  • Füllstoffen.

 

Icon Einbrennen und Vernetzung

3. Einbrennen und Vernetzung

Die Objekte werden nach dem Auftragen des Pulvers Einbrenntemperaturen von etwa 140–180 °C ausgesetzt.

Erst durch das Einbrennen reagieren die Komponenten miteinander: Es bilden sich Molekülketten, ein elastischer Lackfilm entsteht. So vernetzt sich das Kunststoffpulver zu einer dauerhaften, besonders gleichmäßigen Oberflächenbeschichtung.

Die Vorteile der Pulverbeschichtung

  • Umweltfreundlich, da keine Lösungsmittel benötigt werden
  • Sehr hoher Korrosionsschutz, bis zur Korrosionsklasse C5 möglich
  • Hohe mechanische Widerstandsfähigkeit verglichen mit Nasslack: kratz-, abrieb- und schlagfester als Nasslackbeschichtung
  • Einsatz von verformungsstabilem Pulver möglich, d. h. Substrat anschließend noch mechanisch verformbar
  • Hohe chemische und mechanische Beständigkeit
  • Sehr witterungsbeständig

Pulverlack auf großen Oberflächen aufbringen

Pulverbeschichtungen sind bis zu folgenden maximalen Abmaßen durchführbar:

Beschichtung Länge Breite Höhe Gewicht
Pulverlack 8.500 mm 2.200 mm 2.000 mm 3.000 kg

Anwendungsbereiche der Pulverbeschichtung

Pulverbeschichtungen kommen in zahlreichen Branchen und für die unterschiedlichsten Materialien zum Einsatz. Ob Normalstahl, Edelstahl, Aluminium oder alle anderen Fe-/NFe-Metalle – wir bieten für jedes Substrat das passende Verfahren, um dauerhaften Schutz und eine makellose Oberfläche zu gewährleisten, unabhängig von der Größe und der Bauteilanzahl.

Farbauswahl für die Pulverbeschichtung

Die Farbauswahl für Pulverbeschichtungen kann nach verschiedenen Farbsystemen erfolgen, darunter

  • RAL Classic
  • DB
  • RAL Design
  • NCS
  • Pantone

In der Praxis werden bei unseren Pulverbeschichtungen vor allem Farbtöne aus den Systemen RAL Classic und DB eingesetzt, da diese häufig als Lagerware verfügbar sind und somit wirtschaftlicher für die Beschichtung sind. Farbtöne aus anderen Farbsystemen gelten als Sonderfarben und führen oftmals zu höheren Kosten, da sie teilweise erst speziell angefertigt werden müssen.

Für eine präzise Festlegung des Farbtons arbeiten wir mit definierten Farbfächern, Ur- und Grenzmustern. So vermeiden wir Abweichungen und sichern eine verbindliche Qualität für Ihre Beschichtung. Weitere Informationen zur Farbauswahl finden Sie in unserem Downloadbereich in dem Merkblatt “Richtig bestellen".

Die kombinierte Beschichtung

Oberflächenveredelung aus Nasslack- und Pulverlackbeschichtung

Je nach Anforderung bieten wir Ihnen neben einer einfachen Pulverbeschichtung auch eine kombinierte Oberflächenveredelung aus Nasslack- und Pulverlackbeschichtung an.

Ihre Vorteile: Die Farbenvielfalt und Brillanz des Nasslacks kann mit dem 3D-Effekt und der Oberflächenhärte des Pulverlacks kombiniert werden. Im persönlichen Gespräch mit unseren Mitarbeitern finden wir die perfekte Lösung für Ihr Produkt.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Pulverbeschichtung

Wie lässt sich der Pulverlack so gleichmäßig auftragen?

Bei einer Pulverlackierung wird mit Hilfe der Beschichtungspistole, mit der die Beschichtung aufgebracht wird, Hochspannung erzeugt. Auf diese Weise entstehen zwischen dem geerdeten Werkstück und den aufgeladenen Pulverpartikeln ein Ladungsunterschied. Je nach Beschichtungsart wie z.B. das Corona- bzw. das Triboverfahren werden die Pulverlackpartikel entweder negativ oder positiv aufgeladen. Durch eine homogene Verteilung in der Pulverlackwolke strahlen die Lackteilchen am Objekt vorbei, verbleiben sie dennoch im elektrischen Feld und haften der Rückseite des Werkstückes an. Wünschen Sie sich mehr Informationen? Details dieses Verfahrens können Sie unserer QIB-Broschüre ab Seite 5 entnehmen.

Was kostet eine Pulverbeschichtung?

Die Preise der Pulverbeschichtung variieren gemäß unterschiedlicher Kriterien. Grundsätzlich handelt es sich aber um ein kosteninteressantes Verfahren, denn der Beschichtungsmaterialpreis wird maßgeblich davon beeinflusst, wie effizient sich Materialien einsetzen lassen. Bei der Pulverbeschichtung ist aufgrund der Rückgewinnung des Pulvers eine verlustreduzierte Verarbeitung möglich. Über einen Absaugkanal in der Pulverkabine kann ein Teil des Pulvers rückgewonnen werden. Es wird dann über einen Zyklon separiert bzw. abgeschieden und dem Beschichtungsprozess wieder zugeführt. Wie teuer die Pulverbeschichtung tatsächlich ist, hängt von der Bauteilgeometrie, dem Gewicht, der Anforderungsklasse, der Pulverqualität und der Losgröße ab. Es können sich auch schon bei einschichtigen Lacksystemen optimale Qualitätseigenschaften ergeben. Da es sich bei Beschichtungen sehr oft um individuelle Anforderungen handelt, muss der Einsatzzweck die Wahl der Oberflächenart bestimmen.

Wie lange hält eine Pulverbeschichtung?

Diese Frage lässt sich nur schwer pauschal beantworten. Schließlich ist die Beständigkeit der Oberfläche abhängig von den Faktoren, die auf das Werkstück einwirken. Unsere Spezialisten mit ihrer langjährigen Erfahrung beraten Sie gern dazu, wie Sie die Eigenschaften Ihrer Oberfläche so verbessern, dass diese langfristig über mehrere Jahre vor äußeren Einflüssen und bei hoher mechanischer Beanspruchung optimal geschützt ist. Lassen Sie sich unverbindlich beraten – wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Muss man vor dem Pulverbeschichten Sandstrahlen?

Nein, in den seltensten Fällen wird das Werkstück vor einer Pulverbeschichtung sandgestrahlt. Durch eine Nass-Chemische Vorbehandlung wird ein gleichwertiger oder teilweise sogar besserer Effekt erzielt. Durch vorgeschaltetes Sandstrahlen können Rost und Zunderschichten effektiv entfernt werden. In beiden Fällen, allerdings am besten in Kombination, ist die Oberfläche dann sauber, leicht aufgeraut und optimal für die Haftung des Pulverlacks vorbereitet.

Wir bieten in unserem Leistungsportfolio verschiedene Vorbehandlungen – die alkalische Reinigung (Entfettung), der Aufbau einer Konversionsschicht, sowie diverse mechanische / abrasive Vorbehandlungen wie Schleifen / Sandstrahlen etc. sind alle im Portfolio enthalten. Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.

Wie viel Grad hält eine Pulverbeschichtung aus?

Welche Temperaturen eine Pulverbeschichtung verträgt, ist abhängig von der Art des aufgetragenen Pulvers. Eine herkömmliche Pulverbeschichtung ist etwa zwischen 60 und 70 °C hitzebeständig. Spezielle Lacke halten jedoch auch bei Temperaturen von bis zu 500 °C. Grundsätzlich liegt die Stärke einer Pulverbeschichtung jedoch in ihrer mechanischen Belastbarkeit und weniger in ihrer Hitzebeständigkeit. Je nach Einsatzart werden verschiedene Pulverlacke verwendet. Hier unterscheidet man drei sehr häufig verwendete Pulverlacke: Zum einen Polyesterpulverlacke, zweitens Epoxipulverlacke und drittens Mischpulver, sogenannte Industriepolyester.

Vor allem Beschichtungen mit Polyesterpulver punkten mit ihrer hohen UV-Beständigkeit, sind jedoch nur bedingt korrosionsbeständig. Beschichtungen mit Epoxidharzpulver hingegen sind sehr chemikalienbeständig, jedoch wenig UV-beständig. Mit dem Industriepolyester versucht man die beiden Vorteile von Epoxi und Polyester zu kombinieren. Sind noch Fragen offen? Wir beraten Sie gern, welche Art der Pulverbeschichtung für Ihre Zwecke die richtige ist!

Für welche Branchen sind Pulverbeschichtungen nutzbar?

Pulverbeschichtungen finden sowohl in der Industrie Verwendung (beispielsweise bei Maschinenverkleidungen, Rahmengestellen oder Heizkörpern) als auch bei Haushaltsgeräten, in der Automobilbranche oder in der Beleuchtungs- oder Möbelindustrie (z. B. bei Tischuntergestellen, Gartenmöbeln usw.).

Pulverbeschichtung: Welche Farben gibt es?

Bei der Wahl Ihrer Farben stehen Ihnen die gängigen Farbsysteme wie RAL, NCS oder Pantone zur Verfügung. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in unserem Downloadbereich in dem Merkblatt “Richtig bestellen”.

Welche Materialien können pulverbeschichtet werden?

Eine Pulverbeschichtung kann auf nahezu allen elektrisch leitfähigen Materialien aufgebracht werden. Im Regelfall handelt es sich jedoch um Werkstücke aus Stahl, Edelstahl, verzinktem Stahl oder Aluminium.

Welcher Lack kann auf Pulverbeschichtungen aufgetragen werden?

Wie eine Nasslackbeschichtung auflackiert werden kann, hängt immer vom verwendeten Pulvermaterial ab. Auf manchen Oberflächen beispielsweise kommt keine Vernetzung zustande. Daher empfiehlt es sich, jeweils im Einzelfall zu klären, welche Lackierung möglich ist oder ob erst bestimmte Tests durchzuführen sind, um die optimale Lösung zu entwickeln.

Was ist besser: lackieren oder pulverbeschichten?

Das hängt zum Großteil vom Einsatzbereich ab. Pulverbeschichtungen sind mechanisch widerstandsfähiger, lösemittelfrei und langlebig. Klassische Nasslackierungen eignen sich hingegen insbesondere für hitzeempfindliche Materialien (Substrate) oder filigrane Details und bieten eine größere Farbauswahl.

 

Wie lange dauert der Prozess der Pulverbeschichtung?

Der eigentliche Beschichtungsprozess dauert lediglich ca. 2,5 Stunden. Da es uns jedoch ein Anliegen ist, unsere Maschinen optimal auszulasten und sämtliche Arbeitsprozesse effizient zu gestalten, schauen wir jeweils individuell, an welcher Stelle und zu welchem Zeitpunkt sich die Beschichtung Ihrer Bauteile am sinnvollsten einsetzen lässt.

Nähere Informationen zum Beschichtungsverfahren, den einzelnen Schritten und notwendigen Vorüberlegungen, die für Sie als Auftraggeber wichtig sind, finden Sie auch in unserer QIB-Broschüre Industriebeschichtung.

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